Verkehrs-Zivilrecht umfasst in erster Linie alle Vorgänge rund um Unfallregulierung zwischen zwei oder mehr Verkehrsteilnehmer. Was ist zu tun bei einem Verkehrsunfall? Wer ist schuld? Wer hafte für Schäden? Was zahlt die Versicherung? Wie mache ich meine Ansprüche geltend, welche Ansprüche habe ich überhaupt? All diese Fragen werden im Rahmen des Verkehrshaftungsrechts behandelt. Hinzu kommt das Verkehrsvertragsrecht, das z.B. die vertraglichen Besonderheiten bei Autokauf und Tuning, aber auch des Versicherungsrechts abdeckt.

Unfall: Wozu einen Anwalt einschalten, wenn doch die Versicherung …?

Das wichtigste: ohne anwaltliche Hilfe zahlen die Versicherungen nachweislich deutlich geringere Summen an den Geschädigten aus! Und: die gegnerische Haftpflichtversicherung muss in der Regel die Gebühren für den Anwalt des Geschädigten übernehmen. Dies wissen die meisten Autofahrer nicht und überlassen die Schadensregulierung ausschließlich ihren Versicherungen.

Wenn Sie bei einem Verkehrsunfall kompetente Unterstützung in der Schadensregulierung benötigen, hilft Ihnen ein erfahrener Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Schadenersatz bei einem Verkehrsunfall

Wer einen Unfall durch fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln verursacht und dadurch einen Dritten schädigt, ist zu Schadenersatz in unbegrenzter Höhe verpflichtet.  Bei Fahrzeughaltern kommt die Haftung für unverschuldete Unfälle noch hinzu, wenn sie im Zusammenhang mit dem Betrieb des Fahrzeugs entstanden sind, die so genannte Gefährderhaftung. Der Geschädigte ist seinerseits in der Pflicht,  den Schaden möglichst abzuwenden oder zu mindern, die so genannte Schadensminderungspflicht.

Welche Schäden werden ersetzt?

Der durch einen Unfall Geschädigte ist grundsätzlich so zu entschädigen, als ob der Unfall nicht eingetreten wäre. Infrage kommen hier verschiedene Schadensposten, die ein Anwalt für Verkehrsrecht für Sie prüft, zum Beispiel:

  • Primär sind dies natürlich die Sachschäden am Kraftfahrzeug und an beschädigten Sachen, z.B. ein Notebook im Kofferraum bei einem Auffahrunfall.
  • Heilbehandlungskosten: Selbstverständlich haftet der Unfallverursacher auch für die medizinischen und therapeutischen Kosten, die durch eine Unfallverletzung entstehen.
  • Schmerzensgeld: hier geht es um immaterielle Schäden, es soll ein Ausgleich für Unannehmlichkeiten, seelischen Belastungen und sonstigen Unwohlgefühle geschaffen werden, die durch eine Verletzung entstanden sind
  • Mietwagen oder Nutzungsausfall: Ein durch einen Unfall geschädigter hat eien Anspruch auf einen Mietwagen oder eine entsprechende Ausfallentschädigung, solange er sein beschädigtes Fahrzeug nicht nutzen kann.
  • Verdienstausfall: Kann der Geschädigte seinen Beruf ausüben? Wenn nicht, steht ihm eine Entschädigung für sein entgangenes Verdienst zu.

Ein Unfall ist ein nicht alltäglicher Vorgang für den typischen Verkehrsteilnehmer. Naturgemäß fehlen Fachwissen und Erfahrung, die benötigt wird, um die Gesamtsituation und die eigenen Rechte richtig einzuschätzen. Insgesamt ist es für einen Geschädigten deshalb in der Regel sinnvoll, einen Fachanwalt für Verkehrsrecht hinzuzuziehen, der ausschließlich Ihnen als Mandanten verpflichtet ist und für Sie mit den gegnerischen Parteien verhandelt.